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Marco Ferrari

Paarpraxis ist für mich ein auf die Stressbewältigung beschränktes Freizeitengagement (bewilligte Nebenbeschäftigung für Richter nach GSOG BE). Entschädigungen aus der Stressbewältigung verwende ich als Beitrag an Kosten wie Weiterbildung und Supervision.

In der modernen Psychologie geht man davon aus, dass Stress seine Ursachen immer in der Wechselwirkung von Beziehungen hat (zu Mitarbeitern, Partnern, Freunden, Verwandten und insbesondere auch in Annahmen über sich selbst) und letztlich aufgrund einer subjektiven, bewussten oder unbewussten Einschätzung von Situationen oder Umständen entsteht.



Wie es zu meinem Engagement für Beziehungen kam

In meiner zehnjährigen Tätigkeit als Scheidungs- und Eheschutzrichter sah ich viele Paare vor mir sitzen, von denen ich den Eindruck hatte, dass sie eigentlich gut zusammen gepasst hätten. Dies war der Hauptgrund, der mich dazu bewog, mich intensiv mit der Psychologie von Partnerschaftsverläufen und psychologischen Grundlagen zu befassen.

Bald fand ich Zugang zur Ausbildung an der Universität Zürich als Stressbewältigungsstrainer (Paarlife). Danach absolvierte ich eine mehrjährige Ausbildung zum Paartherapeuten, mit anschliessend nochmals vertiefenden Weiterbildungen in diesem Bereich. Die wichtigste Ausbildung, welche die anderen integriert und abrundet, ist für mich jene in klärungsorientierter Psychotherapie.

Diese Weiterbildungen kann ich einerseits in meinem Beruf als Geschäftsleiter und Vorsitzender der Schlichtungsbehörde Emmental-Oberaargau und andererseits in der Stressbewältigung gewinnbringend einbringen.


Aus- und Weiterbildungen

- 2017 bis 2018
Klärungsorientierte Traumatherapie Institut für klärungsorientierte Traumatherapie IKT

- 2017 bis 2018
Prozess- und embodimentfokussierte Therapie Fortbildung PEP®, nach Dr. M. Bohne

- 2015 bis 2017
Klärungsorientierte Psychotherapie Institut Psychologische Psychotherapie Sachse IPP

- 2011 bis 2015
Systemisch-integrative Paartherapie, Hans Jellouschek Institut

- 2013 bis 2014
Systemische Sexualtherapie, IGST - Ulrich Clement

- 2012 bis 2016
Hypno-systemische Therapie, Gunter Schmidt Heidelberg, via Auditorium Netzwerk

- 2008 bis 2009
Stressbewältigung Paarlife (Verhaltenstherapie für Paare): Universität Zürich

- 2009 bis 2009
CAS Forensik, Hochschule Luzern

- 2006 bis 2007
Grundlagen der Psychologie, AKAD

- 1997 bis 1998
Pädagogische Psychologie/Didaktik (Teil Handelslehrerstudium), Universität Bern

- 1989 bis 1995
Rechtsstudium Universität Bern Patentierung als Fürsprecher/Rechtsanwalt


Berufliches
Meine hauptberufliche Tätigkeit besteht seit 1995 in der Bernischen Justiz. Ich begann als Gerichtsschreiber am Obergericht des Kantons Bern und wurde in Geschwornengerichtsprozessen, am Wirtschaftsstrafgericht, in den Strafkammern sowie am Handelsgericht eingesetzt. Zu einem späteren Zeitpunkt war ich Gerichtsschreiber in Plenarsachen des Obergerichts und Sekretär der Anwaltskammer (heutige Anwaltsaufsichtsbehörde).

Ab 2001 bis 2010 war ich als a.o. Gerichtspräsident tätig, wobei ich unter anderem viele Jahre als Scheidungs- und Eheschutzrichter wirkte. Daneben war ich stets auch Strafeinzelrichter und vereinzelt als Präsident der damaligen Kreisgerichte tätig. Dabei interessierte mich besonders die Thematik im Spannungsfeld zwischen Wahrheit und Lüge.

Von 1998 bis 2006 war ich nebenberuflich als Lehrer für Wirtschaft und Recht tätig.

Nach meinen ersten psychologischen Weiterbildungen hielt ich vor Strafverfolgungsbehörden Referate zum Thema Wahrnehmungspsychologie, Aussagepsychologie und Befragungstechnik. Heute ist es im Bereich psychologischer Interventionen von Richtern in Vergleichsverhandlungen.

Seit dem Jahr 2011 bin ich Geschäftsleiter und Vorsitzender der Schlichtungsbehörde Emmental-Oberaargau.



Persönliches
Ich wurde am 20. Februar 1966 in Bern geboren und wuchs in Ittigen auf. 1991 lernte ich meine Frau kennen, ein Jahr später heirateten wir. Heute haben wir drei erwachsene Söhne und leben in Grosshöchstetten. Eines unserer gemeinsamen Interessen gilt seit vielen Jahren der Psychologie, wobei bei meiner Frau der Weg in die therapeutische Arbeit über ihre Praxis für Lerntherapie erfolgte (www.lerntherapie-ferrari.ch).